Nico Joana Weber, Markasit (Videostill), 2014

 

Nico Joana Weber

Transitional Regions

5. Mai – 27. August 2017

Nico Joana Weber (geb. 1983) thematisiert in ihren Videoarbeiten, Fotografien und Installationen von moderner Architektur, Landschaftsplanung und Industrie geprägte Regionen, die überwuchert, zerstört oder musealisiert als Orte einer transformierten Moderne erscheinen. 

Sujets ihrer Arbeiten sind Ikonen der Moderne wie beispielsweise von Le Corbusier und Oscar Niemeyer in Südamerika errichtete Bauten. Sie hat die erste Campusuniversität in Deutschland, die Ruhr-Universität Bochum, filmisch reflektiert und in der Wüste New Mexicos, dort, wo 1945 erste Atomwaffentests durchgeführt wurden, Videos produziert. Interessiert an den sich an den Orten ereignenden Veränderungen beobachtet sie Interaktionen zwischen der modernistisch geprägten Zivilisation und der sie umgebenden oder durchdringenden Natur. Bauwerke und Landschaften sind Ausgangspunkte für genaue Beobachtungen und Kameraeinstellungen. Die mit ruhigen Einstellungen registrierten Bilder und Filmsequenzen verschränkt sie assoziativ in einer poetisierenden Bildsprache, so dass die sich wandelnden Regionen in einer Weise anschaulich werden, die Antinomien der Moderne und deren Gegenwart vor Augen führen.

Eine Ausstellung des Kunstgeschichtlichen Instituts der Ruhr-Universität Bochum, kuratiert von Dr. Friederike Wappler (Wissenschaftliche Leiterin der Kunstsammlungen).

Förderer

Die Ausstellung wird gefördert durch: