Film Still: Marco Kugel, Flüsse, Täler, Berge, 2014.
Film Still: Marco Kugel, Flüsse, Täler, Berge, 2014.

Werkgespräch mit Marco Kugel

SONNTAG, 25. Februar 2018, 11 UHR, FOYER IM MUSEUM UNTER TAGE

Rollende Züge, lautstarker Protest und dröhnendes Hämmern – in seinem Film „Flüsse, Täler, Berge“ vermittelt Marco Kugel die Schließung des letzten deutschen Schienenwerks in Duisburg-Bruckhausen auch akustisch. In den ebenso nüchternen wie eindrucksvollen Bildern des 2014 uraufgeführten Films klingt immer wieder das Motiv der Reise an, das er filmisch in wiederkehrenden langen Bahnfahrten durch das Ruhrgebiet aufgreift. Durch die Fensterscheiben eines Zuges fällt der Blick auf die veränderte Landschaft einer ehemaligen Industrieregion und reflektiert damit zugleich die Bedingungen und Resultate des endgültigen Endes der Produktion: seit dem 13. November 2013 werden, trotz des energisch geführten Arbeitskampfes der Beschäftigten, in der Bundesrepublik keine Schienen mehr gewalzt.

Der Regisseur und Kameramann Marco Kugel lebt und arbeitet in Hamburg. Seit 2015 ist er Dozent für „Experimentellen Dokumentarfilm / Multimedia“ an der BTK – Hochschule für Gestaltung, Hamburg. Im Gespräch mit Maria Spiegel, Kuratorin der Stiftung Situation Kunst, geht es unter anderem um seine Auseinandersetzung mit dem Ruhrgebiet und die Wahl seiner filmischen Mittel.

Der Eintritt beträgt 3 €, ermäßigt 1 €. Für Studierende der RUB ist der Eintritt frei.