Joachim Brohm, Essen 1982 (Ruhr).

Werkgespräch mit Joachim Brohm

Werkgespräch mit Joachim Brohm

Sonntag, 10. Dezember 2017, 11 Uhr, im Foyer im Museum unter Tage

Mit seiner in den 1980er Jahren entstandenen Werkgruppe „Ruhr“ prägte Joachim Brohm (geb. 1955) nicht nur die Ruhrgebietsfotografie, sondern beeinflusste maßgeblich auch die jüngere Fotografiegeschichte.

Angeregt durch die amerikanische „Neue Farbfotografie“ entwickelte er einen lakonisch-distanzierten Blick auf die städtischen Randzonen und Zwischenräume des Reviers, in denen sich die bescheidenen Freizeitvergnügungen einer (post-) industriellen Gesellschaft ansiedeln. Dabei rücken die baulichen und räumlichen Landmarken der Schwerindindustrie in seinen durch eine melancholisch-reduzierte Farbigkeit bestimmten Bildern buchstäblich in den Hintergrund.

Neben seiner freien fotografischen Arbeit ist Joachim Brohm seit 1993 Professor für künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Im Gespräch mit Maria Spiegel, Kuratorin der Stiftung Situation Kunst, geht es unter anderem um seinen Bezug zum Ruhrgebiet als Bildmotiv, den künstlerischen Austausch mit den amerikanischen Fotografen-Kollegen und seinen spezifischen Umgang mit Farbe.

Der Eintritt beträgt 3 €, ermäßigt 1 €. Für Studierende der RUB ist der Eintritt frei.