Video Works.
Künstlerisches Arbeiten im Medium des bewegten Bildes

Eine Ausstellung von Studierenden des Kunstgeschichtlichen Instituts
der Ruhr-Universität Bochum im KUBUS von Situation Kunst

30.01.–1.03.2019

Mittwoch, Donnerstag und Freitag: 14:00–18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 12:00–18:00 Uhr

Mit VIDEO WORKS betritt Situation Kunst Neuland, denn erstmals wird an diesem Ort in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut in großem Umfang und vielfältigen Formen Videokunst gezeigt. Die Ausstellung
versammelt hierzu siebzehn Beiträge vor allem junger sowie bereits etablierter Künstler*innen, die von den
renommierten Kunsthochschulen in NRW und darüber hinaus kommen und nicht selten durch einen inter-
nationalen Hintergrund geprägt sind.
Gemeinsam ist den ausgewählten Werken die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich heute mit Video
und Film künstlerisch arbeiten lässt, da sich die Voraussetzungen hierfür durch die digitale Verschmelzung
beider Medien tiefgreifend gewandelt haben. Radikal vereinfachte Produktions- und Distributionsmöglichkeiten
haben eine neue, weniger hierarchische und unmittelbare digitale Massenkultur auf Online-Videoplattformen
entstehen lassen, die eigene Formate, Bildästhetiken und Ansprachen des Publikums beispielsweise in
Tutorials ausgebildet hat. Welche Positionen nehmen demgegenüber Künstler*innen ein, wenn alle Filme
machen, diese Praxis der Medienamateure und ihre Selbstdokumentationen jedoch nur noch bedingt emanzi-
patorisch und oft kommerziell unterwandert sind? Lassen sich umgekehrt die Mechanismen einer immer
raffinierteren Bilderindustrie mit deren eigenen Mitteln z.B. des Making of sezieren? Und welche Spielräume
bleiben angesichts der Selbsttätigkeit von Algorithmen, die ihrerseits Bilder produzieren?
Die Möglichkeiten und Bedingungen künstlerischen Arbeitens im Medium bewegter Bilder werden in VIDEO
WORKS zugleich an den verschiedensten Werkformen anschaulich: Sie reichen von bildmächtigen Beamer-
projektionen und skulpturalen Würfelmonitoren über ein interaktives Tablet und eine Monitorinstallation bis hin
zu YouTube-Adaptionen und einer Livestream Performance im Begleitprogramm.
Die Ausstellung ist das Ergebnis des zweisemestrigen Projektseminars „Video Cube“ unter der Leitung von
Jun. Prof. Dr. Annette Urban (Kunstgeschichtliches Institut der RUB) und unter Mitwirkung von Reinhard Buskies
(Kunstverein Bochum).

Beteiligte Künstler*innen:
Jan Bot (Pablo Núñez Palma), Ulu Braun & Roland Rauschmeier, Nadja Buttendorf, Caitlin Craggs,
Bastian Hoffmann, Ida Kammerloch, Ji Su Kang-Gatto, Maryna Makarenko, Cornelius Mücke, Róbert
Olawuyi, Stefan & Benjamin Ramírez-Pérez, Meike Redeker, Johanna Reich, Deniz Saridas, Walter
Solon, Anna Westphal, Ina Wudtke

Studierende:
Martin Adler, Eva da Silva Antunes Antes, Emmanuel Giagtzoglou, Jingyun Gong, Jaebong Jung,
Lorenza Elisabeth Kaib, Jennifer Kristina Kauert, Julia Kersting, Vilma Klingaite, Tim Kollande,
Julia Katharina Koop, Aldina Okeric


Begleitprogramm:

Mittwoch, 12.02.2020 um 18:30 Uhr
Screening-Abend mit den Kurzfilmen "The Mother of all Fictions" von Walter Solon (Kunsthochschule für Medien, Köln) und "Studio Visit" von Cornelius Mücke (ehem. Folkwang Universität  der Künste, Essen) und "Freedom is" von Róbert Olawuyi (ehem. Kunsthochschule für Medien, Köln) mit anschließendem Künstlergespräch.
Ort: Situation Kunst II - Bibliothek im Untergeschoss


Donnerstag, 20.02.2020 um 18:30 Uhr
Livestream-Performance mit Ida Kammerloch (Hochschule der bildenden Künste Saar)  mit anschließender Podiumsdiskussion zu dem Thema "Video ausstellen" mit den Videokuratorinnen Tasja Langenbach (Videonale Bonn) und Renate Buschmann (Universität Witten/Herdecken, ehem. imai Düsseldorf).
Ort: Situation Kunst II - Bibliothek im Untergeschoss


Öffentliche Führungen:
Sonntag, 09.02.2020 um 14 Uhr
Sonntag, 23.02.2020 um 14 Uhr

Begleitheft Video Cube download

Abbildung © Meike Redeker, The Bridge, 2015