Die Gentrifizierung der industriellen Arbeitswelt

Vortrag von PD Dr. Jens Wietschorke

22. Oktober, 11 Uhr im Foyer des Museum unter Tage

 

Der Vortrag spannt einen historischen Bogen von der Entstehung des Konzepts „Industriekultur“ in den 1970er Jahren bis zur heutigen Situation und beleuchtet aktuelle Diskurse über „Kultur“ im Ruhrgebiet.
Dieser Prozess kann als eine Form von Gentrifizierung gedeutet werden, in deren Verlauf das industrielle Flair der Region von einem neuen Publikum angeeignet und mit neuen Bedeutungen aufgeladen wurde. Unter Rückgriff auf die Thesen vom „Ethos der Region“ und vom „Habitus des Ortes“ wird nach den Grenzen der Gentrifizierung gefragt: Wie weit kann man bei der Neuerfindung einer historisch gewachsenen Landschaft gehen?

Jens Wietschorke ist Akademischer Rat am Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und derzeit Heisenbergstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Institut für Europäische Ethnologie an der Universität Wien.

Der Eintritt beträgt 3 €, ermäßigt 1 €. Für Studierende der RUB ist der Eintritt frei.