Ruhrgebiet heute: zum Beispiel Dortmund-Nordstadt
Lesung und Diskussion mit Nadine Ahr, Moritz Aisslinger, Die Zeit, Hamburg/Berlin
Sonntag, 24. September 2017, 11 Uhr, im Foyer im Museum unter Tage
Geht es um aktuelle Entwicklungen im Ruhrgebiet, ist in letzter Zeit zunehmend und durchaus polarisierend von sogenannten "No-Go-Areas" die Rede. Dabei handelt es sich um Gegenden, in denen sich Auswirkungen gesamtgesellschaftlicher Probleme verdichtet zeigen, wo sich die Folgen von Armut, Strukturwandel und fehlender gesellschaftlicher Teilhabe – oft in Form von Gewalt und Kriminalität – potenzieren. Auch im Zusammenhang mit Dortmunds Nordstadt fällt der Begriff immer häufiger, insbesondere seit sich Dossiers von FAZ, über "Die Welt" bis hin zur Süddeutschen Zeitung für den Stadtteil interessieren.
Zwar nicht unbedingt eine No-Go-, aber eine "Non-Government-Area" erkennen Nadine Ahr und Moritz Aisslinger in dem im 19. Jahrhundert entstandenen ehemaligen Arbeiterviertel. Die in Hamburg und Berlin lebenden ZEIT-Autoren haben im Frühjahr dieses Jahres einige Tage in der Nordstadt verbracht und ihre Beobachtungen in der viel beachteten Reportage "Alex, Ötzi und der Libanesen-Jäger" (erschienen in: DIE ZEIT, 4. Mai 2017) geschildert. Am Sonntag, dem 24. September 2017, tragen sie ihren Bericht im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Umbrüche" vor und stellen sich anschließend der Diskussion und den durchaus erwünschten kritischen Fragen.
Der Eintritt beträgt 3 €, ermäßigt 1 €. Für Studierende der RUB ist der Eintritt frei.
