Begleitprogramm Die KIDS sind nicht alright!

Donnerstag, 9. Juli 2026, 18-20 Uhr, Museum unter Tage:

Goodbye Deutschland – Rechtsextremismus in Ost und West

Gespräch im Begleitprogramm zur Ausstellung Die Kids sind nicht alright!

Am Donnerstag, den 9. Juli 2026, findet ab 18 Uhr ein Gespräch zwischen dem Künstler Eric Meier und Dr. Janosch Steuwer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität zu Köln, in der Ausstellung Die Kids sind nicht alright! statt. Beide Gäste arbeiten jeweils zu den Themen Rechtsextremismus und Ideologie und werden sich im Gespräch darüber austauschen.

Eric Meier (*1989 in Ost-Berlin) arbeitet interdisziplinär mit Fotografie, Skulptur und Video. In seinen Skulpturen, Fundstücken und Installationen hält der Künstler seine Beobachtungen fest und hinterfragt die Versprechen und Verwerfungen der ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Vor sechs Jahren zeigte er in einem Berliner Ausstellungsraum hundert deformierte Bierkrüge. Die Ausstellung trug den Titel Goodbye Deutschland.

Dr. Janosch Steuwer (*1983 in Duisburg) ist Historiker. Er forscht und publiziert zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus. Seit August 2023 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK). Darüber hinaus ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität zu Köln, wo er an seiner Habilitation zur Geschichte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der extremen Rechten in Deutschland arbeitet.

Dr. Meta Marina Beeck, Kuratorin der Ausstellung, wird das Gespräch moderieren.

Die Veranstaltung findet im Museum unter Tage statt.
Der Eintritt ist frei.

BEGLEITPROGRAMM IM ÜBERBLICK

Mittwoch, 13. Mai 2026, 17-19 Uhr:
Queeres Leben und Aktivismus
Gespräch und Diskussion mit:
Sophia Hirsch, Künstlerin der Ausstellung
Bärbel Klässner, Lyrikerin und Mitherausgeberin der DDR-Lesbenzeitung „frau anders”
Kat Teichmann, Wiss. Projektmitarbeiterin in der Queer*feministischen Bibliothek & Archiv LIESELLE, Ruhr-Universität Bochum
moderiert von Dr. Meta Marina Beeck

Donnerstag, 21. Mai 2026, 18-20 Uhr:
Lenin auf Schalke. Auf der Suche nach dem Osten im Westen
Gespräch und Diskussion mit:
Gregor Sander, Autor
Prof. Dr. Peter Goßens, Professur für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum

Donnerstag, 18. Juni 2026, 18-20 Uhr:
Erinnerungsströme. Ostdeutschland zwischen Familiengedächtnis und Revierbewusstsein
Gespräch mit:
Susan Donath, Künstlerin der Ausstellung
Dr. Grit Lemke, Autorin und Regisseurin
Prof. Dr. Constantin Goschler, Professur für Zeitgeschichte, Ruhr-Universität Bochum

Donnerstag, 9. Juli 2026, 18-20 Uhr:
Goodbye Deutschland – Rechtsextremismus in Ost und West
Gespräch und Diskussion mit:
Eric Meier, Künstler der Ausstellung
Dr. Janosch Steuwer, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK) sowie Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Universität zu Köln
moderiert von Dr. Meta Marina Beeck

Mittwoch, 15. Juli 2026, 18-20 Uhr:
(Post-)Ost-Biennalen im Spannungsfeld von Politik und Kunst

Gespräch und Diskussion mit:
Dr. Annabel Ruckdeschel, Kunsthistorisches Institut Universität Zürich
Dr. Matteo Bertelé, Professor für Geschichte der zeitgenössischen Kunst, Universität Ca’ Foscari Venedig
Dr. Alexia Pooth, Wiss. Leiterin der Sammlung moderne und zeitgenössische Kunst / Situation Kunst I, Ruhr-Universität Bochum
Die Veranstaltung ist zugleich Teil der Vortragsreihe
“Biennalen und gesellschaftlicher Wandel”.

Alle Veranstaltungen finden in der Ausstellung
im Museum unter Tage statt und sind kostenfrei.

Vergangene Veranstaltungen

 

Mittwoch, 13. Mai 2026, 17-19 Uhr, Museum unter Tage:

Queeres Leben und Aktivismus

Gespräch zu queerem Leben und Aktivismus im Begleitprogramm zur Ausstellung Die Kids sind nicht alright!

Am Mittwoch, dem 13.5.2026, findet ab 17 Uhr ein Gespräch zwischen der Künstlerin und Comic-Zeichnerin Sophia Hirsch, der Autorin Bärbel Klässner und der Wissenschaftlerin Kat Teichmann im Museum unter Tage statt.

In der Ausstellung Die Kids sind nicht alright! hat Sophia Hirsch (*1987 in Ostberlin) eine großformatige Wandarbeit realisiert, die auf ihrer Graphic Novel „Die Ästhetik des Scheiterns“ basiert. Die Geschichte erzählt das Ende der DDR aus der Perspektive einer jungen Frau, die sich wiederum mit dem Leben ihres Vaters befasst: Ein Mensch, der als Homosexueller zum einen einer marginalisierten Gruppe angehörte, gleichzeitig aber auch, in seiner passiven Haltung zu den großen politischen Umwälzungen seiner Zeit, das Verhalten der Mehrheit der DDR-Bevölkerung repräsentierte. Entstanden ist ein Comic über die Poesie des (Weiter-)Lebens und über die Komplexität von Identität, Erfolg und Liebe.

Bärbel Klässner wurde 1960 in Magdeburg geboren und lebt seit 2004 in Essen. In der DDR der 1980er-Jahre engagierte sie sich in der Frauen- und Lesbenbewegung und oppositionellen Gruppen, die sich „unter dem Dach" der evangelischen Kirche etablieren konnten. Sie war Mitherausgeberin der einzigen in der DDR illegal erschienenen Lesbenzeitung „frau anders". Sie schreibt Lyrik und essayistische Prosa, hat Stipendien und Auszeichnungen erhalten und leitet seit vielen Jahren Schreibwerkstätten.

Das Queer*feministische Archiv LIESELLE als Schnittstelle zwischen Frauenbewegungsgeschichte und moderner Geschlechterforschung ist die älteste Einrichtung im Gleichstellungsbereich an der Ruhr-Universität Bochum. Der Impuls, ein Frauenarchiv an der RUB zu gründen, kommt im Herbst 1977 von einer Gruppe engagierter FrauenLesben innerhalb der Uni-Frauengruppe. Kat Teichmann, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin in der Queer*feministischen Bibliothek & Archiv LIESELLE, wird über die Arbeit des Archivs sowie über persönliche Forschungsschwerpunkte berichten.

Die Veranstaltung findet im Museum unter Tage statt.
Der Eintritt ist frei.

 

 

Mittwoch, 18. Juni 2026, 17-19 Uhr, Museum unter Tage:

Erinnerungsströme. Ostdeutschland zwischen Familiengedächtnis und Revierbewusstsein

Gespräch im Begleitprogramm zur Ausstellung Die Kids sind nicht alright!

Am Donnerstag , dem 18.06.2026, findet ab 18 Uhr ein Gespräch mit der Künstlerin Susan Donath, der Autorin und Regisseurin Dr. Grit Lemke sowie Prof. Dr. Constantin Goschler, Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, statt.

„Stasi-Akten Familie Donath“ steht auf der schwarzen Metallurne, und man meint erahnen zu können, was sich im Inneren des Gefäßes befindet. Susan Donath (*1979 in Apolda) ist am Tag des Mauerfalls zehn Jahre alt. Für ihre Arbeit Urne (work in progress) beschäftigt sich die Künstlerin zwanzig Jahre später mit dem Leben ihrer Großeltern und Eltern in der DDR. Teil ihrer Recherche sind auch die Anfrage und – im Falle ihres Vorhandenseins – die Einsicht in die Stasi-Akten ihrer Familienangehörigen.

Der dokumentarische Roman „Kinder von Hoy“ (2021, Suhrkamp Verlag) und der Dokumentarfilm „Gundermann Revier“ (2019) sind nur zwei der Arbeiten von Grit Lemke, die sie als Zeitzeugin, Expertin und aktive Gestalterin der DDR-Geschichte ausweisen.

Prof. Constantin Goschler wird das Gespräch moderieren und seine ausgewiesene Expertise einbringen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Transformation der Bundesrepublik seit 1990 sowie das Thema Rechte Gewalt.

Die Veranstaltung findet im Museum unter Tage statt.
Der Eintritt ist frei.