Werkgespräch mit der Fotografin
Jitka Hanzlová
Sonntag, 8. Oktober 2017, 11 Uhr, im Foyer im Museum unter Tage
Im Blick auf ihre Wahlheimat Ruhrgebiet erfasst die aus der ehemaligen Tschechoslowakei stammende Fotografin Jitka Hanzlová (geb. 1958) in ihrer Werkgruppe „Hier“ (1998-2010) eine fremde Schönheit des Alltäglichen. Die Absolventin der Essener Folkwangschule zeichnet einfühlsam das Porträt einer nach dem Wegbrechen der Montanindustrie partiell gesichtslos wirkenden Region, mit all ihren (ästhetischen) Unzulänglichkeiten, Verletzungen und Narben. Gerade in der Tristesse der städtischen Randgebiete, in der Anonymität der Übergangszonen zwischen (zurückkehrender) Natur und Zivilisation erkennt sie die Poesie häufig übersehener Details und spezifischer Landschafts- und Vegetationsformen, die das Ruhrgebiet kennzeichnen.
Im Gespräch mit den zeitweiligen Kuratorinnen der Stiftung Situation Kunst und Katalog-Autorinnen zur Ausstellung „Umbrüche“ Irina Lammert (Kunstvermittlerin) und Katharina Zimmermann (Stipendiatin „Museumskuratoren für Fotografie“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung) geht es unter anderem um Hanzlovás künstlerischen Zugang zur von ihr gewählten Heimat, ihre spezifische Bildsprache und ihre fotografischen Vorbilder.
Der Eintritt beträgt 3 €, ermäßigt 1 €. Für Studierende der RUB ist der Eintritt frei.
