Gestörte Idyllen – Ein Vortrag von Dr. habil. Solvejg Nitzke (Komperatistik, Ruhr-Universität Bochum), 29. Januar 2026, 18 Uhr

Gestörte Idyllen. (Anti-)Landschaftserzählungen im Zeichen ökologischer Transformation
Ein Vortrag von Dr. habil. Solvejg Nitzke (Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum)

Idyllen haftet etwas Unwirkliches an. Selbst dort, wo sie mit realen Landschaften assoziiert werden, scheinen sie eine ganz eigene Wirklichkeit zu erzeugen. Nicht erst, seit die Spuren von Industrialisierungsprozessen allgegenwärtig geworden sind, sondern von Anfang an. Schon in der Antike ist die Idylle ein prekärer Ort, der nur für wenige Menschen und auch für diese nur kurz zugänglich ist. Die Idylle, so könnte man meinen, gilt es also zu schützen, wo es sie noch gibt. Dabei wird sie gerade wegen ihrer Exklusivität zu einem Instrument, das Ungerechtigkeit noch verschärft. In einem literatur- und kulturwissenschaftlichen Durchgang durch Momente der Störung und Versuche Landschaften anders zu erzählen, bekommen Gestörte Idyllen hier einen Raum, der es erlaubt zu fragen: in Welcher Welt wollen und können wir leben und für wen ist in ihr Platz? 

Die Veranstaltung findet im Foyer des Museums unter Tage statt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro inkl. Eintritt in die Ausstellung.
Für Studierende der RUB ist der Eintritt frei.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Die weiteren Veranstaltungen des Begleitprogramms zur Ausstellung finden Sie hier.